Anfang Januar fand über drei Tage ein Refresher-Seminar auf der Basis der von der DGLRM Arbeitsgruppe Arbeitsmedizin mitkonzipierten Fortbildung „Arbeitsmedizin in der Luftfahrt“ statt.
Zum zweiten Mal im Online-Format bewies das Konzept, dass diese Art der Fortbildung auch Online funktioniert.
Die Zielgruppe waren AMEs und Arbeitsmediziner*innen, die fliegendes Personal betreuen. Daher zählt diese Fortbildung auch gleichzeitig für die Erlangung der vom LBA verlangten flugmedizinischen Kenntnisse, die für die Tauglichkeitsbeurteilung von Kabinenpersonal erforderlich sind.
Folgerichtig war die Exposition des Kabinenpersonals ein wichtiger Schwerpunkt der Fortbildung, aber es gab auch einen spannenden Einblick in die oft ungewöhnlichen Belastungen in der Hubschrauberfliegerei. Den Herausforderungen für des Flugsicherungskontrollpersonal wurde ebenso besonderer Platz eingeräumt. Die Gefahren Postfach 14 01 02 53056 Bonn 0177-4443600 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 19.01.2026 Dr. Jörg Hedtmann, Postfach 14 01 02, 53056 Bonn An den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin e. V. Herrn Dr. med. Torsten Pippig für Sicherheit und Gesundheit, denen das Luftfahrtpersonal ausgesetzt ist, wurden ausführlich erläutert und eingeordnet.
Vorsorge und Beurteilung der Eignung von Luftfahrtpersonal verlangen spezialisierte Kenntnisse. Deshalb gab es dazu aktuelle Beiträge aus den Bereichen Kardiologie, Ophthalmologie und Schlafmedizin.
Für diese Fortbildung haben sich die BG Verkehr aus Hamburg, die DGUV-Akademie aus Dresden und das DLR aus Köln zusammengetan und haben damit einen fachlichen und organisatorischen Rahmen geschaffen, der die Qualität der Fortbildung verbürgt.
Den Teilnehmenden wurden großartige Referierende und eindrucksvolle Präsentationen geboten. Für die BG Verkehr sprachen Helge Homann (Medien, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten), Stephan Elfert (Hubschrauber), Ulrich Metzdorf (Strahlenbelastung), Dr. Christoph Caumanns (Reisemedizin) und Dr. Bernd Mützel (Verkehrsmedizin). Die Berufskunde vermittelten Kapitän Tim Holderer (Cockpit), Dr. Liisa Hänninen-Kohda (Kabine) und Thomas Benz (Flugsicherung). Dr. Walter Gaber vermittelte Eindrückliches zum Notfallmanagement und Dr. Ilse Janicke zum Herz-Kreislauf-System. Vom DLR sprachen Prof. Dr. Claudia Stern (Ophthalmologie) und PD Dr. Eva-Maria Elmenhorst (Schlafmedizin). Mit den Einwirkungen auf das fliegende Personal und Informationen zu den jüngsten EASA-Studien setzte der wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung, Dr. Jörg Hedtmann, den Rahmen. Sein Resümee: Sehr spannende, fachlich hochwertige und dennoch kurzweilige Veranstaltung. Nur schade, dass nicht zuletzt wegen der etwas späten Anerkennung durch das LBA viele Kolleginnen und Kollegen nicht rechtzeitig über das Angebot informiert waren. Immerhin gab es vom LBA 10 Stunden für die Teilnahme.
Aber nach dem Seminar ist vor dem Seminar. Das Format wird in die nächste Runde gehen.



